Mittwoch, 30. November 2011

Haus Rainegg: Neuanfänge für Alleinerziehende und Schwangere

Wenn Lebenskrisen kritische Höhepunte erreichen, dann ist kompetente Hilfe gefragt - besonders dann, wenn es sich um Mütter mit minderjährigen Kindern handelt. Der Ansitz Rainegg, den die Kommission am 21.10. auf Einladung der Leiterin Bruni Pichler besuchte, fängt solche Extremfälle auf. Seit 1995 ist das Haus im Süden Brixens Teil des Kinderdorfes. In 10 Wohneinheiten können Alleinerziehende mit Kindern unterkommen und erhalten im Rahmen eines Projektes jene Hilfeleistungen, die ihnen nach etwa einem Jahr die Wiedereingliederung in ein normales Leben ermöglichen. Anders als im Frauenhaus gibt es keine Not-, sondern nur geplante Aufnahmen. Die Institution, so Brunhilde Pichler, stellt alles, was nötig ist, um Krisen zu meistern: Wohnung, Kinder- und psychologische Betreuung und wenn nötig die Suche nach einer Pflegefamilie für die Kinder, bis die Mutter wieder stabil ist. Die Finanzierung erfolgt über Spendengelder und Sozialbeiträge. Leider aber gibt es für Frauen mit Söhnen, die älter sind als 12, kaum Chancen, in der Einrichtung unterzukommen. Ebenso fehlen in Südtirol ähnliche Strukturen für alleinerziehende Väter.

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